DER KREDIT
Jordi Galceran

Herr Goetz, Filialleiter einer Bank, hat alles, was er immer haben wollte: eine hübsche Frau, ein Haus, zwei gesunde Kinder und einen guten Job. Doch als Anton Schmidt bei ihm auftaucht und einen Kredit beantragt, gerät sein sicheres Dasein plötzlich durcheinander. Dabei ist alles ganz einfach: Der Antragsteller bringt nicht die entsprechenden Sicherheiten mit, der Antrag wird also abgelehnt. Das Risiko für die Bank wäre zu groß – und Vorschrift ist schließlich Vorschrift. Aber Anton lässt sich einfach nicht abwimmeln! Und schließlich stellt er ein Ultimatum...

Erfrischend komisch schildert der katalanische Autor Jordi Galceran in seinem Erfolgsstück „Der Kredit“, wie sich Machtverhältnisse neu ordnen, bis am Ende die Rollen gänzlich vertauscht sind. Ein turbulenter Schlagabtausch.

Mit: Rolf Berg, Michael Schäfer

Regie: Heike Beutel

Bühne: Michel G. Peter

Dauer: ca. 75 Min.

DIE WUNDERÜBUNG
Daniel Glattauer

Die Beziehung von Joana und Valentin ist am Tiefpunkt angelangt. Ein Paartherapeut soll helfen, doch der bekommt die beiden Streithähne einfach nicht in den Griff: Schließlich weiß Joana immer schon vorher, was ihr Ehemann sagen will – warum ihn also überhaupt zu Wort kommen lassen? Valentin straft Joana dafür mit Gefühlskälte, nimmt jeden Missstand als gegeben hin und sieht keinen Grund für Veränderung. Doch nicht nur das Paar hat Probleme – auch der Therapeut scheint in Schwierigkeiten zu stecken. Mitten in der Sitzung kommt es zum Eklat. Und plötzlich fangen alle an zu reden...

Daniel Glattauers beschwingte Erfolgskomödie voller Überraschungen und treffsicherer Pointen.

Mit: Corinna Nilson, Michael Schäfer, Slim Weidenfeld

Regie: Heike Beutel

Bühne: Michel G. Peter

Dauer: ca. 70 Min., ohne Pause

HEXENJAGD
Arthur Miller

Eine Gruppe junger Mädchen tanzt nachts im Wald. Doch Pastor Parris wird Zeuge des nächtlichen Spuks. Und so wird aus einer harmlosen Kinderei in den Augen der bigotten Stadt Salem das verdammenswerte Verbrechen: im Bunde mit dem Teufel zu sein.

Eine Verfolgungshysterie bricht aus, die Obrigkeit wittert Aufruhr, Anarchie und Gotteslästerung. Dagegen gibt es nur ein Mittel: Kerker oder die Todesstrafe. Salem wird zu einem Hexenkessel der Beschuldigungen.

Arthur Miller schrieb das auf realen Ereignissen basierende Stück 1953 als Anklage gegen die McCarthy-Äre und die Kommunistenverfolgung in den USA. Doch in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Radikalisierung, Verschwörungstheorien und sozialer Abgrenzung bekommst das wohl berühmteste Theaterstück von Arthur Miller erschreckende Aktualität.

Mit: Ruth Weingarten, Nicole Krents, Luisa Sander, Katrin Kahlen, Lukas Thier, Lucas Bröcking, Yanic Hippler

Regie: Michael Schäfer

Bühne/Kostüm: Miriam Möller-Wieland

Dauer: ca. 100 Min., ohne Pause

Plakat NIPPLEJESUS (c)KleinesTheaterNebenan

NIPPLEJESUS
Nick Hornby

Von Kunst hat er im Grunde keine Ahnung. Der ehemalige Türsteher Dave tritt seinen neuen Job als Museumswärter an. Seine Aufgabe ist es, ein umstrittenes Kunstwerk zu bewachen. Nach anfänglichem Widerwillen beginnt Dave, eine Beziehung zu diesem Werk zu entwickeln und seine Einstellung zur Kunst im Allgemeinen zu hinterfragen. Er beginnt, das Bild vor der Kritik der Medien und diversen Besuchern zu verteidigen. Doch dann offenbaren sich Daves eigentliche Probleme von ganz unerwarteter Seite.

Nick Hornby, 1957 geboren, studierte in Cam-
bridge und arbeitete zunächst als Lehrer. Mit
seinen Romanen feierte er sensationelle Erfol-
ge und gilt seitdem als Kultautor. Seine Roma-
ne „High Fidelity“ und „About a Boy“ wurden
erfolgreich verfilmt. Nick Hornby lebt in London.

Mit: Slim Weidenfeld

Regie: Michael Schäfer

Dauer: ca. 75 Min., ohne Pause

Plakat KUNST (c)KleinesTheaterNebenan

KUNST
Yasmina Reza

Serge hat ein weißes Bild mit weißen Streifen gekauft – für nicht weniger als 20.000 EUR. Und zieht somit das Unverständnis und den Zorn seines Freundes Marc auf sich, der nicht versteht, wie Serge für "solch eine Scheiße" so viel Geld ausgeben konnte. Yvan hingegen versucht zu vermitteln. Die langjährige Freundschaft der drei gerät bedenklich ins Wanken...

Die vielfach gespielte französische Komödie reizt nicht nur zum Lachen; das Lachen ist Thema des Stückes.

Die Autorin selbst sagt dazu: „Das Drama von „Kunst“ ist ja nicht, dass Serge das weiße Bild kauft, sondern dass man mit ihm nicht mehr lachen kann. Die Geschichte ist mir passiert mit einem Freund, der ein weißes Bild gekauft hat. Er ist Dermatologe, und ich habe ihn gefragt: ‚Wieviel hast du dafür bezahlt?‘ Und er hat geantwortet: ‚Zweihunderttausend Francs.‘ Und ich brüllte vor Lachen. Er allerdings auch. Wir sind Freunde geblieben, weil wir lachten. Als er das Stück las, lachte er auch. Es hinderte ihn nicht daran, sein Bild weiterhin zu lieben.“

Mit: Rolf Berg, Jens Hajek, Alexander von der Groeben

Regie: Michael Schäfer

Dauer: ca. 60 Min., ohne Pause

In Kooperation mit dem Kunstverein Ratinger Maler e.V.

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